SOUDAIN_Photo 01_©CINEFRANCE STUDIOS – Julien Panié
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Spielplan

Mi 30.9. 20:00 Late Fame
Fr 2.10. 20:00 A bicyclette!
Sa 3.10. 20:00 A bicyclette!
So 4.10. 19:00 Bashu, the Little Stranger
Mo 5.10. 20:00 A bicyclette!
Di 6.10. 19:00 Rockstar Matthias
Premiere mit Gästen & Gespräch
Mi 7.10. 20:00 A bicyclette!
Do 8.10. 15:00 Bashu, the Little Stranger
SeniOrient
20:00 Naza
Spezialvorstellung
Fr 9.10. 20:00 Salvation
Sa 10.10. 20:00 Soudain
So 11.10. 15:00 Pumuckl und das grosse Missvers…
Familienkino
19:00 Soudain
Mo 12.10. 20:00 Moscas
Mi 14.10. 20:00 Moscas
Do 15.10. 20:00 Medianeras
De Cine – mit Tapas ab 19 Uhr
Fr 16.10. 20:00 Alte Liebe
Sa 17.10. 20:00 Alte Liebe
So 18.10. 19:00 A Sad and Beautiful World
Mo 19.10. 20:00 Rockstar Matthias
Mi 21.10. 20:00 Alte Liebe
Do 22.10. 20:00 Naza
Spezialvorstellung
Fr 23.10. 20:00 Soudain
Sa 24.10. 20:00 Dua
So 25.10. 19:00 A bicyclette!
Mo 26.10. 20:00 Dua
Mi 28.10. 20:00 Dua
Do 29.10. 19:00 Heldin
Care-Tag mit Diskussion
Fr 30.10. 20:00 Queen at Sea
Sa 31.10. 20:00 Das geträumte Abenteuer
So 1.11. 19:00 Nanook of the North
Stummfilm mit Live-Musik
Mo 2.11. 20:00 Queen at Sea
Mi 4.11. 20:00 Das geträumte Abenteuer
Do 5.11. 20:00 Naza
Spezialvorstellung
Fr 6.11. 20:00 Das geträumte Abenteuer
Sa 7.11. 20:00 Queen at Sea
So 8.11. 19:00 Das geträumte Abenteuer
Mo 9.11. 20:00 Alte Liebe
Mi 11.11. 20:00 Queen at Sea
Do 12.11. 15:00 The Great Dictator
SeniOrient mit Apéro zum Feiern
Fr 13.11. 20:00 The Great Dictator
Sa 14.11. 20:00 Das geträumte Abenteuer
So 15.11. 19:00 Queen at Sea
Fr 20.11. 20:00 White Sun
Benefizvorstellung für Nepal
So 22.11. 19:00 Henry Fonda for President
Es war einmal Amerika
Do 26.11. 20:00 El ser querido
Vorpremiere De Cine, Tapas ab 19 h
Do 10.12. 15:00 Heidi
SeniOrient
So 13.12. 11:00 Pettersson und Findus – Das sch…
Film und Kindermuseum
So 27.12. 15:00 Heidi
Familienkino
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Soudain

Von Ryusuke Hamaguchi / Frankreich/Japan / 2026

Soudain gehört zu den absoluten Höhepunkten dieser Kinosaison, ist ein Film, der einem drei Stunden schenkt, in denen man die Zeit vergisst, die Ruhe der Erzählung geniesst und einfach schauen, hören, mitdenken und staunen darf. «Wenn noch ein Funke Hoffnung für die Menschheit übrig ist, dann entfacht ihn dieser Film auf die schönste Art und Weise», hat die belgische Schauspielerin Viginie Efira (Une famille à louer, Sibyl) gesagt. Sie verkörpert eine der beiden weiblichen Hauptrollen, und sie hat recht: Ein wesentliches Stück Schönheit des Kinos ruht in diesem Film und in ihm ein Stück Hoffnung in einer belasteten Zeit.

Marie-Lou ist eine junge Pflegeheimleiterin in einem Vorort von Paris. Sie freundet sich mit Mari (Tao Okamoto) an, einer japanischen Theaterregisseurin. Die beiden Seelenverwandten lieben die Sprache und vertrauen einander ihre Überzeugungen an, etwa von der Notwendigkeit, seinen Mitmenschen mit Liebe zu begegnen oder vom sich selbst auffressenden Weg, den der Kapitalismus gebahnt hat. Er führe zum Bevölkerungsrückgang, stellt Marie-Lou aufgrund der Statistiken fest, und Mari erläutert zu nächtlicher Stunde an einem Flipboard, das System mache uns glauben, hier und jetzt sei alles gut. Sie schreibt nowhere und fügt den verändernden Slash ein: now/here. Kaum je wurden die Fatalität und das Hamsterrad, in dem wir uns befinden, so kurz und anschaulich beschrieben, nebenbei, wie so vieles bei Ryusuke Hamaguchi, und doch mittendrin. Mari ist an Krebs erkrankt, Marie-Lou arbeitet nach dem in einer Pilotphase befindlichen Humanitude-Konzept, nach dem die Pflege mehr Zeit in Anspruch nimmt, man den Menschen im Heim auf Augenhöhe begegnet und ihnen ein Gefühl von Würde und Geborgenheit vermittelt.

Die Handlung ist inspiriert durch den 2019 veröffentlichten Briefwechsel zwischen der Philosophin Makiko Miyano und der Anthropologin Maho Isono. Ryusuke Hamaguchi, der mit Drive My Car nicht nur jene begeisterte, die Freude am Spiel mit der Sprache haben, entfaltet in Soudain die selbstlose Vision einer Welt, die es neu aufzubauen gilt. Der Filmmemacher nimmt sich Zeit, damit sich die Gedankengänge vor und mit uns entfalten können. Er liebt und pflegt die Entschleunigung, die Dialoge der beiden Frauen mögen lang und intensiv sein, spielt keine Rolle, sie lassen uns eintauchen in Fragen des Dasein und des zwischenmenschlichen Umgangs.

«Ich möchte, dass diese Nacht nicht endet», sagt Mari und man denkt zuschauend mit ihr, möge der Film nicht enden. Hamaguchi schafft es, unser Zeitgefühl aufzuheben und unsere Gedanken schweben zu lassen in seinem Gedankenkosmos. Virginie Efira und Tao Okamoto wurden für ihre Darstellung im Mai in Cannes gemeinsam mit dem Preis für die beste Schauspielerin ausgezeichnet. Man gönne sich die drei Stunden mit ihnen.

MEDIENSTIMMEN

«Es kommt eher selten vor, dass Festivalfilme glücklich machen. Doch nach Soudain schwebte halb Cannes einige Zentimeter über dem Boden.» Filmdienst

Der grossartige Soudain ist ein Film der seltensten Art: nicht nur gut genug, um uns daran zu erinnern, was Kino sein kann, sondern grossartig genug, um uns daran zu erinnern, was das Leben sein kann.» Variety

«Eine ergreifende Ode an das Mitgefühl, geprägt von einer seltenen Freiheit.» Télérama

Dauer: 196 Minuten
Sprache: Französisch/Japanisch/d/f
Altersfreigabe: 16
Sa 10.10. 20:00 Soudain
So 11.10. 19:00 Soudain
Fr 23.10. 20:00 Soudain
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