nanook
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Spielplan

Fr 29.5. 20:00 Tatti – Paese di sognatori
Sa 30.5. 20:00 Don't Let the Sun
So 31.5. 19:00 Divine Comedy
Mo 1.6. 20:00 Gelbe Briefe
Mi 3.6. 20:00 La mia famiglia italiana
Do 4.6. 19:00 Rose
Fr 5.6. 20:00 Dossier 137
Sa 6.6. 20:00 Dossier 137
So 7.6. 19:00 Herbstfeuer
Mo 8.6. 20:00 Dossier 137
Mi 10.6. 20:00 Love on Trial
Do 11.6. 15:00 Topkapi
SeniOrient
Fr 12.6. 20:00 Love on Trial
Sa 13.6. 20:00 La mia famiglia italiana
So 14.6. 19:00 Unter Pflanzen
Mo 15.6. 20:00 Tatti – Paese di sognatori
Mi 17.6. 20:00 Topkapi
Fr 19.6. 20:00 The Love That Remains
Sa 20.6. 20:00 The Love That Remains
So 21.6. 19:00 Fuori
Mo 22.6. 20:00 The Love That Remains
Mi 24.6. 20:00 The Love That Remains
Fr 26.6. 20:00 Fuori
Sa 27.6. 20:00 Fuori
So 28.6. 19:00 The Love That Remains
Mo 29.6. 20:00 Lost Land
Mi 1.7. 20:00 Las Corrientes
Fr 3.7. 20:00 Las Corrientes
Sa 4.7. 20:00 Las Corrientes
Di 11.8. 0:00 Sommerpause
Sommerpause bis 13. August
Do 13.8. 15:00 Forrest Gump
SeniOrient
Do 10.9. 15:00 Pane e tulipani
SeniOrient
Do 8.10. 15:00 Bashu
SeniOrient
So 1.11. 19:00 Nanook of the North
Stummfilm mit Live-Musik
Do 12.11. 15:00 The Great Dictator
20 Jahre SeniOrient mit Apéro
Do 10.12. 15:00 Heidi
SeniOrient
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Nanook of the North

Von Robert Flaherty / USA / 1922

Früh begann das Kino eine seiner Stärken auszuspielen: Es erfasste das Leben in grösstmöglicher Nähe. Mit Nanook of the North brachte Robert J. Flaherty 1922 die Welt der Eskimos nach New York. Verblüffend wirkt noch heute seine Inszenierung des Faktischen. In den ersten Jahrzehnten des Kinojahrhunderts konnte man noch nicht an alle Ecken der Welt hinjetten beziehungsweise hinzappen. Da half das junge Kino mit seinen Möglichkeiten, ein naturalistisches Bild von einem Ort an beliebig vielen anderen Orten vorzuführen.

Der Amerikaner Robert J. Flaherty hat die anfängliche Filmdimension des blossen Aufzeichnens erweitert. Auf der Suche nach Eisenerz hatte er die nördliche Hudsonbai sechs Jahre lang durchforstet, bevor er eine Kamera mitschleppte. Er spürte, dass sich die Wirklichkeit durch blosses Abbilden nicht ausreichend erfassen liess, dass unter der Oberfläche dessen, was sich zeigt, erst das Geheimnis des Lebens verborgen liegt.

Flaherty war ein früher Poet des Dokumentarfilms. Er begriff, dass man auch die Wirklichkeit inszenieren konnte, vor Ort und in der Montage. Flaherty griff einen Inuit heraus, den Nanook, und machte ihn zum Helden in seinem Drama des gewöhnlichen Alltags. Er stellte seine Kamera ins Wasser, wenn er zeigen wollte, wie die Eskimos das Walross an Land ziehen, er stand draussen im tosenden Schneesturm, er kraxelte mit den Schlittenhunden über die Eisschollen. Am unvergesslichsten sind heute noch die Szenen im Innern des Iglus in Erinnerung, wo Flahertys Kamera dabei ist, wenn Nanooks Familie sich bei Temperaturen unter Null auszieht und zwischen die Felle kriecht.

Wir zeigen den grossartigen Klassiker des Dokumentarfilms, der in jenem Jahr gedreht wurde, in dem das Kino Orient gebaut wurde, live mit Musik begleitet vom Sprachlos Ensemble Simon Quinn (Kontrabass), Nolan Quinn (Trompete), Brian Quinn (Schlagzeug) und Johannes Von Ballestrem (Piano). Die Musiker haben uns 2025 mit Hitchcocks The Lodger bereits in Bann gezogen.

Dauer: 78 Minuten
Sprache: Inserts
Altersfreigabe: 6
So 1.11. 19:00 Nanook of the North
Stummfilm mit Live-Musik
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