Spielplan

Do 12.3. 15:00 Mes petites amoureuses
SeniOrient
Fr 13.3. 20:00 Nouvelle Vague
Sa 14.3. 20:00 Nouvelle Vague
So 15.3. 15:00 Leonora in the Morninglight
Vorpremiere mit Gästen
19:00 Nouvelle Vague
Mo 16.3. 20:00 A bout de souffle
Di 17.3. 19:00 Der Geschmack der Dinge
Film mit Gespräch
Mi 18.3. 20:00 Nouvelle Vague
Do 19.3. 19:30 Der sanfte Lauf
Buchvernissage Bruno Ganz – Gast: Verena Buss
Fr 20.3. 20:00 Dans la ville blanche
Hommage Bruno Ganz
Sa 21.3. 20:00 The Party
Hommage Bruno Ganz
So 22.3. 19:00 Die Ewigkeit und ein Tag
Hommage Bruno Ganz
Mo 23.3. 20:00 Der sanfte Lauf
Hommage Bruno Ganz
Mi 25.3. 20:00 Messer im Kopf
Hommage Bruno Ganz
Fr 27.3. 19:30 Vitus
Hommage Bruno Ganz - Gast: Fredi M. Murer
Sa 28.3. 20:00 Le Chant des forêts
So 29.3. 19:00 Le Chant des forêts
Mo 30.3. 20:00 Le Chant des forêts
Mi 1.4. 20:00 Le Chant des forêts
Do 2.4. 19:00 The Secret Agent
Aus dem Oscarrennen
Fr 3.4. 20:00 DJ Ahmet
Sa 4.4. 20:00 DJ Ahmet
So 5.4. 19:00 Sentimental Value
Aus dem Oscarrennen
Mo 6.4. 17:00 Walter Lietha - Drum sing i gra…
mit Walter Lietha, Max Lässer und Stefan Haupt
20:00 DJ Ahmet
Mi 8.4. 20:00 DJ Ahmet
Do 9.4. 15:00 Rio Bravo
SeniOrient
Fr 10.4. 20:00 Hirschfeld – Unbekannter Bekann…
Sa 11.4. 20:00 Leonora in the Morninglight
So 12.4. 19:00 Siri Hustvedt – Dance Around th…
Mo 13.4. 20:00 Rio Bravo
Mi 15.4. 20:00 DJ Ahmet
Do 16.4. 20:00 Ema
De Cine – mit Tapas ab 19 Uhr
Fr 17.4. 19:00 Kurzfilmnacht 2026
Festivalauswahl
Sa 18.4. 20:00 Walter Lietha - Drum sing i gra…
So 19.4. 19:00 Barbara Buser – Pionierin der N…
Mo 20.4. 20:00 Siri Hustvedt – Dance Around th…
Mi 22.4. 20:00 Walter Lietha - Drum sing i gra…
Do 23.4. 19:30 Coup de cœur
mit Gästen
Fr 24.4. 20:00 Divine Comedy
Sa 25.4. 20:00 Divine Comedy
So 26.4. 19:00 Im Bann der Quarzkristalle
Mo 27.4. 20:00 Walter Lietha - Drum sing i gra…
Mi 29.4. 20:00 Divine Comedy
Do 30.4. 20:00 La mia famiglia italiana
Serata italiana mit Apéro ab 19 h - Vorpremiere
Fr 1.5. 20:00 Primavera
Sa 2.5. 20:00 Primavera
So 3.5. 19:00 Melodie
Mo 4.5. 20:00 Im Bann der Quarzkristalle
Mi 6.5. 20:00 Primavera
Fr 8.5. 17:30 KFF 2026
Kanti Film Festival
20:00 Palestine 36
Sa 9.5. 20:00 Palestine 36
So 10.5. 19:00 Primavera
Mo 11.5. 20:00 Palestine 36
Mi 13.5. 20:00 Primavera
Do 14.5. 15:00 Das Boot ist voll
SeniOrient
19:00 Hirschfeld – Unbekannter Bekann…
Do 11.6. 15:00 Topkapi
SeniOrient
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Franz K.

Von Agnieszka Holland / Tschechische Republik/Deutschland / 2025

Prag, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der junge Franz Kafka ist zerrissen zwischen der Autorität des fordernden Vaters, der Routine im Versicherungsbüro und der stillen Sehnsucht nach künstlerischer Entfaltung. Während seine Texte erste Leserinnen und Leser finden, beginnt die Reise eines jungen Mannes, der sich nach Normalität sehnt, jedoch den Widersprüchen des Lebens begegnet, dabei Literaturgeschichte schreibt und sich immer wieder Hals über Kopf verliebt. Getrieben von Liebe, Fantasie und dem Wunsch nach Respekt, unterstützt von seinem Freund und Verleger Max Brod, entfaltet sich im Spielfilm von Agniezka Holland (Green Border) das ebenso berührende wie skurrile Porträt eines der faszinierendsten Denker der Moderne und eines Autors, dessen Stil wortbildend wurde. Kafkaesk gehört zu unserem Wortschatz, seine Texte sind zeitlos.

Die Regisseurin erläutert ihren Wunsch, sich dem Leben von Franz Kafka filimisch anzunähern: «Ich entdeckte Kafka, als ich noch zur Schule ging, und er wurde bald einer der wichtigsten Schriftsteller, der mich am meisten inspirierte - und dann noch mehr. Sein scheinbar monotones Leben ohne Abenteuer, seine introvertierte Sicht auf die Welt voller schwarzen und schmerzhaften Humors, die Konsequenz, mit der er Literatur und Leben verband, und der Mut in seinem beinahe prophetischen Blick auf die Welt, all das nährte meine unendliche Faszination. Mit seiner dreifachen Identität, Selbstironie und akuten Sensibilität wurde Kafka zu einem bewunderten Bruder, zerbrechlich trotz all seiner Stärke, der beschützt werden muss. Einer der Gründe für meine Entscheidung, in Prag zu studieren, war, dass es Kafkas Stadt war (Prag lässt nicht los, dieses Mütterchen hat Krallen...), und meine ersten Schritte dort folgten seinen Spuren. Zu dieser Zeit war Prag noch touristenfrei und hatte ein ausdrucksstarkes Erscheinungsbild; Flechten und Patina – schmutziges Gelb, Ocker – bedeckten die Häuser der Altstadt und die Synagogen. Man kann sich kaum ein geheimnisvolleres und fotogeneres Filmset vorstellen.

Das Werk weniger Schriftsteller oder Künstler im Allgemeinen hat so viel Analyse und Interpretation inspiriert. Wenn wir alle Bücher, Artikel und Doktorarbeiten über Kafka sammeln würden, könnten wir eine grosse Bibliothek füllen. Das öffentliche Interesse an Kafka hat im Laufe der Zeit nicht nachgelassen; im Gegenteil, es ist in letzter Zeit gewachsen und zu einem globalen Phänomen geworden. Die Figur des Schriftstellers selbst ist zu einer verlockenden Marke geworden. Nach 1989 wurde der Stadt Prag schnell klar, dass diese Marke kommerziell genutzt werden konnte: Mehrere Kafka-Denkmäler, ein Museum, Cafés, Schnellrestaurants und Touristenrouten mit Kafkas Namen wurden in der Stadt geschaffen, und Tausende von Souvenirs werden angeboten. Wir haben uns entschlossen, auch diesen Aspekt in unseren Film aufzunehmen – Kafka würde Ironie und Paradoxien mögen.»

Dauer: 127 Minuten
Sprache: Deutsch
Altersfreigabe: 16
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