Le mepris war 2 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Februar 2015.

Le mepris

Jean-Luc Godard, Frankreich, 1963
102 Min.

Basierend auf dem Roman von Alberto Moravia hat der junge Jean- Luc Godard 1963 den zum Kultfilm avancierten Spielfilm «Le mépris» (Die Verachtung) gedreht, in dem er seiner Verachtung gegenüber der Hollywood-Industrie Ausdruck verleiht und die grossen Autoren feiert. Einen von ihnen, Fritz Lang, lässt er gleich sich selber spielen, Jack Palance übernimmt die Rolle des Industrie-Produzenten, aber im Zentrum stehen Michel Piccoli in seiner ersten Rolle und die Schönheit der Brigitte Bardot. Die Ehe eines Drehbuchautors zerbricht während seiner Arbeit zu einem Film über die Irrfahrten des Odysseus. Seine Frau glaubt, er wolle sie an den Produzenten abtreten, um seine eigene Position zu sichern. Alles beginnt mit einem Treffen des Schriftstellers Paul Javal mit dem Produzenten eines ins Stocken geratenen Filmprojektes in Cinecittà. Der Produzent zeigt sich unzufrieden mit der Umsetzung des Odysseus-Stoffes durch Fritz Lang und bittet Javal, einige Szenen umzuarbeiten. Als Pauls Frau Camille ebenfalls am Set erscheint, lädt der Produzent sie zu einem Drink in sein Haus. Nach einem Eklat zwischen dem Produzenten und Paul, der sich in den Fängen der kommerziellen Filmwirtschaft wähnt und plötzlich ablehnt, das Drehbuch zu schreiben, verlässt Camille Paul und teilt ihm in einem Abschiedsbrief mit, dass sie mit dem Produzenten nach Rom abgereist sei. Bei einem Autounfall kommen beide ums Leben. Die letzte Einstellung zeigt Fritz Lang bei den Dreharbeiten zu Odysseus auf der Dachterrasse der Villa Malaparte auf Capri, nachdem Paul sich verabschiedet hat. Der Film verkörpert den Aufbruch der Sechziger Jahre pur, zudem ist er mit seiner Zitierfreude eine Liebeserklärung ans Kino, an die Autorenschaft und an den grossen Star des französischen Films, la Bardot.

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