Elsewhere 2 war 3 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im März 2003.

Elsewhere 2

Nikolaus Geyrhalter, Ladakh, Sibirien, China, Sardinien, Mikronesien, etc., 2002
120 Min.

In Schweizer Premiere zeigen wir im März einen im wahrsten Sinn aussergeöhnlichen Film, ein visuell beeindruckendes Werk, das uns an zwölf unterschiedliche Orte der Welt führt und eintauchen lässt in die Schönheiten des Planeten, die Freuden und Sorgen seiner Bewohnenden auch an Orten, an denen nicht so häufig eine Kamera auftaucht. Von der Sandwüste in Namibia zu den Schneewüsten Grönlands: Zwölf Monate lang reisten Nikolaus Geyrhalter und sein Team um den Globus, filmten an zwölf entlegenen Orten fernab der urbanen Welt. Ein Mann findet ein gefrorenes Ren, eine Frau verbringt Stunden damit, für ihre Schweine zu kochen. Zwei Typen sitzen zwischen Eisbergen, beschweren sich über Brigitte Bardot, Kinder spielen Nintendo im Regenwald. Momente von anderswo. Tuaregs, Inuits und Aborigines, Indianer in Kanada, Fischer auf Sardinien, eine Bäuerin in Ladakh, Jäger in West-Papua oder ein Blinder in Mikronesien, der die Schönheit seines Atolls mit den Händen begreift. Menschen mit unterschiedlichsten Lebensbedingungen und Sprachen. Die Bilder zeugen vom Einfluss der Moderne auf ihr traditionelles Leben, im 21. Jahrhundert. «Anderswo» ist eine Frage des Standpunkts. Im Laufe des in sich ruhenden Films werden bei aller Andersartigkeit der Menschen Verbindungslinien sichtbar. Der junge österreichische Filmemacher Nikolaus Geyrhalter ist bereits in früheren Filmen wie dem beeindruckenden «Prypiat» oder «Das Jahr nach Dayton» als genauer Beobachter aufgefallen. In «Elsewhere » packt er in die jeweils zwanzig Minuten nicht Panoramablicke aufs Exotische, er zeigt uns jeweils einen Menschen in seinem Alltag ? wie er lebt, wie er arbeitet. Durchgehend sodann die Gesprächssituation, in der nicht selten philosophische Gedanken zum Tragen kommen und über die sich im Verlauf der Filmzeit so etwas wie ein Gedankennetz um den Planeten spannt. Was die Welt ums Jahr 2000 bewegt, ist hier auf die eine oder andere Art festgehalten. Die steinalte chinesische Haushaltsvorständin, australische Aborigines, ein sibirischer Rentierzüchter ? sie alle erzählen auch davon, was ihnen moralisch wichtig und wertvoll im Umgang der Menschen untereinander ist. Ein im wahrsten Sinn bewegendes Dokument. DieWeltenreise imDetail: Die beiden je zweistündigen Filme sind klar nach den Monaten eines Jahres strukturiert und können problemlos einzeln, nach einander oder auf zwei Tage verteilt betrachtet werden ? für Zwischenverpflegung auf der Weltenreise wird an der Kinobar gesorgt sein. Die beiden Filme führen uns mit dem ruhigen Blick des offenen Dokumentaristen in folgende Länder und Regionen: Teil 1 Januar ? Niger Agadez, im Air-Gebirge Februar ? Finnland Karigasniemi in der finnischnorwegischen Tundra März ? Namibia Marienflussvalley im Norden Namibias, Kaokoland April ? Irian Jaya Janiruma, im Dschungel Irian Jayas Mai ? Grönland Siorapaluk in der Region von Thule Juni ? Australien Manmoyi, Arnhem land Teil 2 Juli ? Ladakh Leh in Ladakh August ? Sibirien Region Kogalym in Sibirien September ? China Yongning in Yunnan Oktober ? Sardinien Arbatax, Nähe von Thárros November ? Kanada Terrace, New Aiyansh Dezember ? Mikronesien Woleai Atoll

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