Soy Cuba war 4 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Januar 2006.

Soy Cuba

Michail Kalatosow, Kuba, 1964
141 Min.

Kuba ist immer Mal wieder im Gespräch, seis wegen der fragwürdigen Politik seines Präsidenten oder der jegliches Recht spottenden Gefangenenhaltung der USA in Guantanamo. Der Klassiker lässt uns eine Epoche betrachten, in der von Idealen die Rede war, er tut dies in Montage und visuell betonter Filmsprache, den klassischen Mitteln der sowjetischen Filmkunst. Der sowjetrussische Regisseur Michail Kalatosow arbeitete mit einer äusserst kreativen Kamera im fernen Kuba, das schon von Kolumbus entdeckt und als schönste Insel bezeichnet worden war. Er spricht zu den Zuschauenden, erzählt von seinem Zucker, seinen Menschen, seiner Geschichte und von Havanna, das bereits vor 1959 eine moderne Grossstadt war. Besoffene US-Marines grölen «USA the most glorious country in the world» und belästigen eine junge Frau. Ein junger Kubaner kommt ihr selbstlos zu Hilfe. Studenten dementieren die Falschmeldung, Fidel Castro sei gefallen. Und auch der einfache Bauer hat begriffen, um was es geht und dass die Barbudos um Fidel und Ché für eine gerechte Sache kämpfen. Er schliesst sich den Rebellen an und sagt zu jenem, den er verköstigte, «jetzt brauche ich ein Gewehr!» Sie stossen auf Radio Rebelde, dem Sender der Revolutionäre in der Sierra Maestra im Osten Kubas, der die Ziele der Revolution erläutert: volle Unabhängigkeit von den USA und Souveränität des Landes. «Libertad o muerte!» Der Rest ist Geschichte. Der legendäre Klassiker entstand 1964, also nach der gescheiterten Invasion von US-Exilkubanern in der Schweinebucht, als Kuba sich erst für den sozialistischen Weg entschieden hat. Die restaurierte Kopie lässt den filmhistorischen Meilenstein in altem Glanz erstrahlen und die heissen Rhythmen der damaligen Zeit. Eine Trouvaille, die LiebhaberInnen der visuellen Kunst nicht verpassen sollten!

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