Eleni - Die Erde weint war 7 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Mai 2004.

Eleni - Die Erde weint

Theo Angelopolus, Griechenland, 2004
170 Min.

Es ist ein weit reichendes historisches Panorama, das der Grieche Theo Angelopoulos mit seiner neuen Trilogie in Angriff nahm. Zugleich berichtet er in ihr von sehr persönlichen Schicksalen: Es ist die Geschichte zweier Menschen und ihrer Bindung aneinander. Sie beginnt 1919 in Odessa und endet im New York der Gegenwart. Sie erzählt in wohlkomponierten filmischen Tableaus von Exil, Trennungen und Wanderschaften, vom Zusammenbruch der Ideologien und den Prüfungen der Geschichte. Die Handlung setzt ein, als sich nach dem Einmarsch der Roten Armee in Odessa griechische Flüchtlinge in der Heimat niederlassen. Hier beginnt die Liebesgeschichte zwischen Alexis und Eleni, die als Kinder gemeinsam heranwachsen. Doch es ist eine Liebe, die den Absichten von Alexis Vater entgegensteht, sieht der Mann in Eleni doch eine mögliche Ehefrau für sich selbst. Vor allem aber ist ihre Liebe historischen Entwicklungen und sozioökonomischen Veränderungen unterworfen: Nachdem sie in Schande ihr Dorf verlassen müssen, ziehen die beiden durch Griechenland. Vergeblich versuchen sie, ihre Liebe zu bewahren. Alexis emigriert in die USA, Eleni wird wegen Unterstützung von Regierungsgegnern inhaftiert. Ihre Söhne kämpfen im Bürgerkrieg in feindlichen Lagern und verlieren dabei ihr Leben. Alexis fällt als US-amerikanischer Soldat auf Okinawa. Eleni aber folgt dem Vorbild ihrer Helden ­ dem Kampf der Sieben gegen Theben. Der erste Teil einer Trilogie, die sich auf den Thebaischen Zyklus bezieht und die Geschichte des Hellenismus aus der Sicht von zwei Personen erzählt, die die grossen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts bis zur Jahrtausendwende durchleben.

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