Spieldaten
Mi 24.10  20:30

Eldorado

Markus Imhoof, Schweiz, 2018
100 Min.

«Das einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.» Es ist eine solche Erinnerung, die den Filmemacher Markus Imhoof («More Than Honey», «Das Boot ist voll») sein Leben lang begleitet hat: Es ist Winter, die Schweiz ist das neutrale Land inmitten des Zweiten Weltkriegs und Markus Imhoofs Mutter wählt am Güterbahnhof ein italienisches Flüchtlingskind aus, um es aufzupäppeln. Das Mädchen heisst Giovanna – und verändert den Blick, mit dem der kleine Markus die Welt sieht. Siebzig Jahre später kommen wieder Fremde nach Europa. Markus Imhoof hat Giovanna nie vergessen, hat ihre Spuren verfolgt und in ihrem Land gelebt. Nun geht er an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, es ist die Operation «Mare Nostrum», in deren Verlauf mehr als 100‘000 Menschen aus dem Mittelmeer gezogen werden. Mit den Augen des Kindes, das er damals war, spürt er den Fragen nach, die ihn seit jeher umtreiben. Imhoofs Film feierte im Februar seine Weltpremiere an der Berlinale. Er erzählt nach seinem herausragenden Kinoerfolg «More Than Honey» eine sehr persönlich Geschichte, um ein globales Phänomen erfahrbar zu machen. Seine Fragen nach Menschlichkeit und gesellschaftlicher Verant wortung in der heutigen Welt führen ihn zurück zu den Erlebnissen seiner Kindheit und seiner ersten Liebe. Thomas Gröbly diskutiert mit Markus Imhoof über die Konflikte zwischen Geld und Menschlichkeit am 28. Oktober im ThiK; wir zeigen ELDORADO noch einmal zur Einstimmung.

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