Als die Sonne vom Himmel fiel war 3 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im März 2016.

Als die Sonne vom Himmel fiel

Aya Domenig, Japan-Schweiz, 2015
80 Min.

Auf den Spuren ihres verstorbenen Grossvaters, der sich unmittelbar nach dem Abwurf der Atombombe als junger Arzt im Rotkreuzspital von Hiroshima um die schwer verwundeten Menschen gekümmert hat, begegnet die in Zürich lebende Regisseurin Aya Domenig einem ehemaligen Arzt und einer Krankenschwester, die Ähnliches erlebt haben wie er. Zeit seines Lebens hat ihr Grossvater nie über seine Erfahrungen gesprochen, doch durch die beeindruckenden Erzählungen und grosse Offenheit ihrer Protagonistin kommt sie ihm näher. Als sich am 11. März 2011 im AKW Fukushima eine neue Atom-Katastrophe ereignet, wird ihre Reise in die Vergangenheit von der Gegenwart eingeholt. Ihre Suche nimmt eine neue Wendung, und ihre Protagonisten erscheinen in einem neuen Licht. Sie treten an die Öffentlichkeit und warnen vor der grossen Gefahr der Verstrahlung. Die Protagonisten des Films treten seit ihrer einschneidenden Erfahrungen im atomar verwüsteten Hiroshima unermüdlich gegen das grosse gesellschaftliche Schweigen an, das bis heute über die wahren gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen der Atombombenabwürfe herrscht. Damit sprechen sie einen verdrängten Aspekt der Vergangenheit an, der nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima auf schmerzliche Weise ins Bewusstsein der Japaner dringt. Die Basler Tageswoche schrieb: «Aya Domenig ist weit mehr als ein höchst ergreifendes Familienporträt ihrer japanischen Familie gelungen. Sie liefert Pflichtstoff für die Menschheit.»

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