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Ken Bugul - Personne n'en veut war 2 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im November 2016.

Ken Bugul - Personne n'en veut

Silvia Voser, Schweiz, 2014
Special in Anwesenheit von Ken Bugul, 62 Min.

Ken Bugul ist eine senegalesische Schriftstellerin, die dort lebt, wo ihre Seele zu Hause ist - in Afrika. Ken Bugul verkörpert Stil. In ihrem Werk und in ihrem Leben. Sie verkörpert Energie und Lust auf Freiheit. Roman für Roman malt sie das Bild ihres Lebens als Frau, das Bild ihrer Leidenschaften, ihrer Schmerzen und der Beziehungen zwischen ihrem Kontinent und dem Westen. Begegnungen, Auseinandersetzungen, Funken und Schönheit prägen alles. Wo immer wir herkommen, wo immer wir in dieser Welt leben, Ken Buguls Lachen ist unser Lachen, ihre Tränen sind unsere Tränen, ihre Hoffnung ist unsere Hoffnung. Das Lachen hat den gleichen Klang, die Tränen haben den gleichen salzigen Geschmack, die Hoffnung hat die gleiche Frische. Schreiben, sagt Ken Bugul, heisst die Sinne zu verzaubern und die Sinne haben keine Farbe.

Wir zeigen das filmische Porträt «Ken Bugul - Personne n'en veut» von Silvia Voser, von Haus aus Neuenhoferin, und Ken Bugul wird dabei sein, um Fragen zu beantworten. Die Begegnung ist organisiert mit der regionalen Gruppe von Amnesty International, die auch das Gespräch mit Ken Bugul führen wird.

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Ken Bugul wird als eine der hervorragendsten senegalesischen Schriftstellerinnen der französischsprachigen Literatur der letzten Jahrzehnte betrachtet. Seit mehr als 30 Jahren komponiert Ken Bugul mit ihren Romanen ein Bild ihres Lebens als Frau. Dabei verbinden sich ihre Lebens- und Liebesgeschichten immer mit den sozialen und politischen Beziehungen zwischen ihrem Kontinent und dem Westen, die sie messerscharf analysiert. Die unter dem Namen Mariètou M’BAYE in Ndoucoumane (Senegal) geborene Autorin, lebt und arbeitet heute zwischen Porto Novo (Benin) und Dakar (Senegal). Nach Sprach- und Kommunikationsstudien in Europa, hat Mariètou M’Baye zwischen 1986-1993 mit einer unabhängigen internationalen Organisation im Rahmen von Projektentwicklungen für Familienplanung, Erziehung und Weiterbildung von Frauen in mehreren Ländern Afrikas gearbeitet, u.a. im Kongo, Zentralafrika, Kamerun, Burkina Faso, Tschad, Ruanda und Burundi. Im Jahre 1981 veröffentlicht sie ihren ersten Roman, der ein voller Erfolg wird und auch auf Deutsch erscheint (Die Nacht des Baobab, Zürich, 1985). Seit 1993 entscheidet sich Mariètou M’Baye ausschließlich der Schriftstellerei zu widmen. Bis heute hat Ken Bugul zehn Romane publiziert. Ihre poetische Prosa und ihr eigenwilliger Erzählstil fesseln den Leser. Sie, die für sich den Pseudonym Ken Bugul, „die Unerwünschte“, wählte, schreibt über ihr Leben als Frau in Afrika und in Europa immer wieder aus neuer Perspektive. Ihre Romane zeichnen sich oft durch autofiktionale Bezüge aus.

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