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Forget Baghdad war 1 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Januar 2003.

Forget Baghdad

Samir, Schweiz, 2002
110 Min.

Eine filmische Reflexion über die Klischees «des Juden» und «des Arabers» in den letzen 100 Jahren Film, verbunden mit den Biografien von aussergewöhnlichen Menschen: vier Irakisch-jüdische Kommunisten. Samir, selbst Kind irakischer Einwanderer in der Schweiz, beschäftigt sich als Filmer seit Jahren mit den Fragen von Entfremdung und der Bildung von Identität. Innerhalb dieser Diskussion ist Prof. Ella Shohat (Soziologin und Filmhistorikerin in New York) eine der wichtigsten Figur des Films. Aufgewachsen in Israel als Tochter irakischer Juden, reflektiert sie über ihre Geschichte. «Forget Baghdad» geht unter anderem den Lebensgeschichten von vier speziellen Menschen nach: Shimon Ballas, Professor für Arabisch in Tel Aviv, engagiert in der pro-palästinensischen Friedens- und Bürgerrechtsbewegung. Sami Michael, einer der berühmtesten Bestseller-Autoren Israels, der schon Mitte der 50er Jahre mit den Kommunisten brach. Moshe Houri, ein reicher Kioskinhaber und Bauunternehmer in einem Vorort Tel Avivs. Er wählt immer noch Kommunisten. Samir Naqqash, der einzig von den Vieren, der seine Literatur immer noch auf Arabisch schreibt. Dafür hat er schon etliche Preise gewonnen, aber kein Verleger will mehr seine Bücher herausbringen. Weder in der arabischen Welt noch in Israel. Jüdische Araber? Arabische Juden? Eine anregende Matinee garantiert.

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