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Un Homme Qui Crie war 4 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Juni 2011.

Un Homme Qui Crie

Mahamat-Saleh Haroun, Tschad, 2010
Spielfilm, 92 Min.

Vor einem Jahr wurde er am Filmfestival von Cannes mit dem Jurypreis ausgezeichnet, jetzt ist der Film bei uns zu entdecken: «Un homme qui crie». Vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs im Tschad erzählt Mahamat- Saleh Haroun («Daratt») in beeindruckenden Bildern und Stimmungen vom Schicksal eines Vaters, der als ehemaliger Schwimm- Champion von seinem Posten als Bademeister in einem Luxus-Hotel der Hauptstadt N’Djamena versetzt wird. Er fühlt sich verloren und nutzlos und meint: «Nicht ich habe mich verändert, sondern dieses Land.» Sein Sohn, der den Posten des Vaters erhält, wird von der Armee zwangsrekrutiert, die Familie ist zerrissen. Mahamat-Saleh Haroun zeigt Realitäten, die berühren. Sein Film ist ruhig und leise, begleitet vom leichten Schlagen der Wellen im Swimmingpool, der Tränen der jungen Verlobten und des langsamen Flusses, der die Toten und die letzten Hoffnungen davonträgt. Ein Blick in eine Region, die nur selten in den Schlagzeilen auftaucht und kaum je mit friedvollen Nachrichten. Der Film betrachtet einerseits die Zerrissenheit des Landes, die durch die einzelnen Familien gehen kann, er schildert die Arbeitssituation auf einem Kontinent, der von chinesischen Besitzern aufgekauft wird und die verzweifelte Suche eines Vaters nach seinem Sohn.

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