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Hirtenreise war 3 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Januar 2003.

Hirtenreise

Erich Langjahr, Schweiz, 2002
124 Min.

Wir haben das Jahr mit Erich Langjahrs "Sennen-Ballade" abgeschlossen, wir eröffnen es mit den besten Wünschen an unser treues Publikum und dem Film "Hirtenreise ins dritte Jahrtausend", in dem Schneisingen und eine Schafherde von dort eine Rolle spielen. Aber nicht nur lokale Nähe hat er uns bei diesem Film angetan, der Zuger Filmemacher Erich Langjahr geht im dritten Film seiner Trilogie, in der er sich mit elementaren Fragen des Menschen auseinandersetzt, Fragen nach Identität, Überleben und Zukunft nach. Eine der ältesten Kulturformen menschlicher Existenz ist das Hirtentum. In seinem Wesen beinhaltet es bis heute nicht nur wirtschaftliche Interessen, es verkörpert auch eine eigene Lebenshaltung und Weltanschauung. Langjahr wollte das Hirtenleben von heute, am Übergang ins dritte Jahrtausend, kennen lernen. In einer Zeit des Umbruchs und des Wertewandels zwischen Tradition und Zukunft versteht er seinen Film auch als Ausdruck seiner eigenen Zerrissenheit. Er erzählt eine moderne Hirtengeschichte, ausgehend von der Weidewirtschaft zwischen den Jahreszeiten und dem damit verbundenen Überbringen der Herden von der Winterweide auf die Sommerweide und umgekehrt. Die Hirten im Film nehmen ein Leben mit viel Entbehrung auf sich und stellen sich einer Herausforderung, die öfters auch die Grenze ihrer Belastbarkeit erreicht. Sie kommen nicht aus der Tradition des Bäuerlichen, sondern haben diese Lebensform selber gewählt, im Bedürfnis nach der Freiheit, selber etwas Sinnvolles zu tun. Die Musik zu diesem fast schon meditativen Echo aus einer anderen und doch gegenwärtigen Welt komponierte Hans Kennel, am renommierten Festival von Leipzig wurde der Film kürzlich mit den wichtigsten Preisen ausgezeichnet.

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