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Les Amours Imaginaires war 5 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Mai 2011.

Les Amours Imaginaires

Xavier Dolan, Kanada, 2010
Spielfilm, 95 Min.

Er ist jung, schön, geheimnisvoll: Nico. Marie und Francis lernen ihn in Montreal an einer Party kennen. Sie sind hingerissen von seiner Ausstrahlung, seiner irritierenden Unnahbarkeit. Marie und Francis verlieben sich gleichzeitig heftig, beide wollen Nico für sich erobern. Ihrer innigen Freundschaft bekommt das alles andere als gut: Wo bisher Vertrauen war, kommt es immer öfter zu Sticheleien. Nico allerdings geniesst es, umschwärmt und umworben zu werden. Doch erwidert er die ihm entgegen gebrachten Gefühle? Und wenn ja: Schlägt sein Herz für Marie oder für Francis…? Sehnsüchtige Begierde, stechende Eifersucht, zarte Hoffnung: Xavier Dolan, bekannt geworden mit «J’ai tué ma mère», gelingt es auf berückende Weise, amouröse Gefühle in Szene zu setzen. Er macht Anleihen bei Wong Kar-Wai, Pedro Almodóvar, François Ozon und hat dabei doch einen ganz eigenen Stil. «Les amours imaginaires» ist ein Film von betörender Eleganz, aufregend wie die Liebe selbst. Gekonnt spielt Xavier Dolan mit Licht und Effekten, zaubert Bilder auf die Leinwand, wie man sie noch nicht gesehen hat. Ausgezeichnet mit einem César. Regisseur Xavier Dolan erzählt: «Nach der Premiere meines ersten Films‚ «J’ai tué ma mère», unternahm ich mit meinen Freunden Niels Schneider und Monia Chokri einen Road-Trip im Stil des Beatnik- Poeten Jack Kerouac. Er war ein Wechselbad der Gefühle und der Beginn einer Erkenntnisphase. In mehrfacher Hinsicht eine Odyssee durch trockene Wüsten und pittoreske Völlerei. Und in dieser Huit clos-Situation unserer Dreierbeziehung keimte die Idee für ‚Les amours imaginaires’. Unterwegs erfuhr ich vom Ende meines damals anstehenden Filmprojekts, das ich im Herbst realisieren wollte; es wurde aus finanziellen und zeitlichen Gründen annulliert. Obwohl ich grundsätzlich guten Mutes und siegesgewiss bin, versetzte mich die Idee, längere Zeit nichts zu tun zu haben, in Angst und Schrecken.»

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