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Copie Conforme war 5 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Februar 2011.

Copie Conforme

Abbas Kiarostami, Iran / Italien, 2010
106 Min.

Bei der Preisverleihung in Cannes hatte Juliette Binoche vor laufenden Kameras für die Freilassung des iranischen Regisseurs Jafer Panahi einen Zettel mit dem Namen des grossen Regisseurs hochgehalten; inzwischen wurde er zu 6 Jahren Gefängnis 60 Jahren Berufsverbot verurteilt - er gehört zu jenen im Land, die die Wahlfälschung kritisiert haben. Viele iranische Regisseure haben sich ins Ausland absetzen müssen, weil die Mullahs zuhause kein freies Denken erlauben. Abbas Kiarostami hatte sein Projekt bereits vor der erstickten Grünen Revolution. Ererzählt darin eine universelle Geschichte, die jedem und überall passieren könnte. Es geht um die Begegnung zwischen einem Mann und einer Frau im Süden der Toskana. Der Mann ist ein britischer Schriftsteller James Miller (William Shimell) , der sein neues Buch über Original und Fälschung, über echte Kunst und falsche vorstellt. Die Frau (Juliette Binoche) ist eine erfolgreiche Galeristin aus Frankreich, die selbstbewusst durchs Leben geht. Sie lädt ihn ein zu einer Rundfahrt durch die Toskana zu diversen Kunstschätzen. Sie lernen einander kennen - oder kennen sie sich schon längst? Der iranische Regisseur lässt in seinem in Italien gedrehten Spielfilm «Copie Conforme» die französische Schauspielerin Juliette Binoche in ein verwirrendes Beziehungsspiel rund um Identitäten, Wirklichkeit und Fiktion abgleiten. Für ihre Darstellung erhielt Binoche bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes den Preis als beste Schauspielerin. Michael Sennhauser schreibt: «Copie conforme ist ein verspielter Film, ein Duett für Binoche und Shimell, bei dem Binoche nicht nur die erste Geige spielt, sondern das ganze Kammerorchester.»

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