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Reisender Krieger

Regie: Christian Schocher
Land: Schweiz
Jahr: 1981
Ab 16 Jahren
Länge: 103 Minuten

Er war ein Ereignis, damals, als der suchende Spielfilm des Engadiners Christian Schocher in Solothurn Premiere hatte und danach in den Kinos lief. Er hatte etwas epochales, nicht nur wegen seiner epischen Länge und weil Schocher sich bei der Struktur seiner Handlung an die Odyssee anlehnte. Nein: «Reisender Krieger» war im besten Sinn das, was man einen Klimafilm nennt, ein Werk, das seiner Zeit auf die Schliche kam und heute ein Dokument seiner Entstehungszeit ist. Wir haben den Film damals im Rahmen des Filmkreises im Royal gezeigt und mit Christian Schocher eine Publikumsdiskussion veranstaltet. Nun, dreissig Jahre später, können wir im Orient die Schweizerreise in einem neuen Montages des Filmemachers wieder geniessen - der Film hat längst Kultstatus, auch und gerade, weil er so lange nicht mehr zu sehen war. Ein Handelsreisender namens Krieger ist für die Kosmetikfirma Blue Eye unterwegs und begegnet, teils berufsbedingt, teils aus privatem Interesse, Menschen on the road. Wir begleiten ihn von der Abfahrt an einem herbstlichen Morgen aus der Webermühle in Neuenhof, wo Krieger wohnt, und begleiten ihn eine Woche lang auf eine Reise durch die Alltagsschweiz, wie man sie aus eigener Erfahrung kennt. Der Film ist das ungeschminkte Portrait eines Landes und eines Mannes, der Coiffeursalons besucht und durch das Land reist.

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