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Gilberte de Courgenay war 2 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im November 2009.

Gilberte de Courgenay

Franz Schnyder, Schweiz, 1941
111 Min.

«Casablanca» auf Schweizer Art. Im Winter 1915/16 quartiert sich die Artilleriebatterie 38 in Courgenay ein. Anfangs noch der Meinung, dass bis Weihnachten der Krieg vorbei sei und die Armee wieder demobilisiert werden würde (so wird es jedenfalls im Film dargestellt), werden die Männer enttäuscht, das Weihnachtsfest nicht im Familienkreis feiern zu können. Gilberte, die Wirtstochter des Hôtel de la Gare, organisiert für diese Männer ein Weihnachtsfest und wird schnell zum Idol der Soldaten. Heimlich liebt sie den Kanonier Hasler, der darunter leidet, dass seine Verlobte Tilly in Bern seine Briefe nicht beantwortet. Tillys Vater, der reiche Hotelier Odermatt, fängt Haslers Briefe nämlich ab und versteckt sie in seinem Schreibtisch. Als ein Kamerad von Hasler mit einem kranken Pferd nach Bern fahren muss, erfährt Tilly von der Sache und fährt umgehend in den Jura. Sie trifft dort ein, als die Soldaten gerade ein Lied anstimmen, das Hasler zu Ehren von Gilberte komponiert hat. Selbstlos verzichtet Gilberte auf Hasler, um ihn Tilly zu überlassen, kann sich dabei aber eine Träne nicht verkneifen. «Bi Prunterut im Jura, da het ä Wirt äs Huus, da luegt äs Meitschi jedi Stund drümal zum Fänschter us. Und fragsch du dänn d'Soldate, wer ächt das Meitschi sei, da lüpft es jedem Schwizerbueb sis Herz und au sis Bei. - C'est la petite Gilberte, Gilberte de Courgenay, elle connait trois cent milles soldats et tout les officiers.» Das Lied ist für viele noch immer ein Ohrwurm, der Film einer der beliebtesten des älteren Schweizer Kinos. Wir zeigen ihn im Rahmen des SeniOrient- Programms und auch als eine kleine Hommage an die unvergessliche Anne-Marie Blanc.

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