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Soul Power war 5 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Juni 2009.

Soul Power

Jeffrey Levy-Hinte, Kongo/USA, 2008
93 Min.

Die USA haben seit anfangs Jahr mit Barack Obama den ersten farbigen Präsidenten. Das wäre noch vor 35 Jahren undenkbar gewesen. Damals gab es Black Power, den Kampf für Bürgerrechte, es gab die Musik, zu der neben dem Blues auch der Soul gehörte. Und es gab Muhammad Ali, der die ganze Konkurrenz im Boxen schlug. Beim Betrachten des Films «Soul Power» tauchen viele Erinnerungen auf für jene, die die Zeit selber erlebt haben. Und für die anderen bietet der Film einen Einblick in eine Epoche, die aus heutiger Sicht schon sehr weit weg zu liegen scheint. Das Musikfestival Zare '74 montiert Amerikas grösste Rhythm and Blues Talente - James Brown und der Allmächtige JBS, Bill Withers, BB King, die Spinners - zusammen mit afrikanischen Top-Acts wie Miriam Makeba und Afrisa. Das Festival fand im Jahre 1974 in Kinshasa statt, in Verbindung mit den Boxkampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman, bekannt als «Rumble in the Jungle». Ein Dokument der US-Bürgerrechtsbewegung, voller Musik, Soul, Power und Klassiker wie Makebas «The Click Song», Kings «The Thrill Is Gone» und natürlich, Browns «Soul Power». 1974 waren all die Stars nach Kinshasa gereist, um dort ein dreitägiges Konzert zu geben und ihre Freundinnen und Freunde zu treffen, die Opfer von Südafrikas Apartheidregime waren, allen voran Miriam Makeba und Afrisa. Die Idee zu dem Musik-Festival Zaire '74 stammte von dem südafrikanischen Musiker Hugh Masekela und vom Plattenproduzenten Stewart Levine. Mehr als dreissig Jahre später erweckt der Film «Soul Power» das Musikfestival zu neuem Leben und ermöglicht so einen Blick auf jene Zeit, als der musikalische Austausch zwischen den beiden Kontinenten gerade begann. Die Veranstalter des Festivals engagierten ein ganzes Team bekannter Kameramänner, um das Konzert zu dokumentieren - inklusive Alltagsszenen. Eine ganze Epoche wird da wieder lebendig.

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