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Terra em transe war 2 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Februar 2009.

Terra em transe

Glauber Rocha, Brasilien, 1967
115 Min.

Im imaginären Land Eldorado erzählt der sterbende Schriftsteller und Journalist Paulo von seinen Nöten. Er schwankte stets zwischen zwei Anwärtern auf das höchste Staatsamt: Don Porfirio Diaz, dem Politiker der Hauptstadt, und Don Felipe Vieira, dem Statthalter der Provinz Alecrim. Vieira, dem die Kirche zur Seite stand, hielt seine Wahlversprechen nicht ein, der mystische Diaz wurde von Don Julio Fuentes und den Medien unterstützt. Der Film, der als Glauber Rochas wichtigstes und polemischstes Werk gilt und unbemerkt von der brasilianischen Militärdiktatur gedreht wurde, bestätigt das geschärfte politische und soziale Gewissen des Filmemachers, seine Radikalität und Kompromisslosigkeit auch. Durch seine soziale Sprengkraft beweist das in mancherlei Hinsicht revolutionäre Werk Rochas Genialität, ist sein zentrales poetisches und politisches Manifest. Dieser Klassiker des lateinamerikanischen Kinos wurde äusserst sorgfältig restauriert (es handelt sich um den ersten Spielfilm Lateinamerikas, der ganz in Digitaltechnik restauriert wurde). Dadurch zeichnet sich der Film heute erneut durch dieselbe Qualität wie bei seiner Première vor vierzig Jahren aus – und eben auch durch seine Sprengkraft. Rocha war ein Kämpfer für Eigenständigkeit. Er hat als Mitbegründer des Cinema Novo dafür plädiert, dass jede Kultur ihre eigene Filmsprache haben kann und sich gegen den Einheitsbrei aus Nordamerika gewehrt. Simpel sind seine Filme nicht, aber eigenwillig und stark.

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