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Thèbes - Gast aus Genf im Orient war 1 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im November 2008.

Thèbes - Gast aus Genf im Orient

Jacques Siron, Schweiz / Ägypten, 2008
83 Min.

Er ist zunächst Musiker, Bassist in verschiedenen Formationen. Das Orient-Publikum kennt ihn aus der Stummfilmformation Afrogarage, mit der er uns eben wieder als Begleitmusiker des Films "Ich wurde geboren, aber..." begeisterte. Und er macht auch selber Filme. Nach "Pane per tutti", in Rom gedreht, ist der Genfer Jacques Siron mit dem Kameramann Pio Corradi nach Ägypten gereist, um ein filmmusikalisches Essay zu gestalten. Das westliche Theben breitet sich am linken Flussufer des Nils aus, in Luxor, Oberägypten. Dort stossen das antike Theben mit seinem traditionellen Leben und die moderne Welt aufeinander: Sie kreuzen und überschneiden sich. Im Schatten der pharaonischen Grabstätten, neben dem bekannten "Tal der Könige" und den grossen Grab tempeln, schwingt das alltägliche Leben der Dörfer im mysteriösen Rhythmus ihrer Schönheit. Das Wesentliche bleibt geheim für den Strom der Touristinnen und Touristen, die vom ganzen Planeten herkommen. Bulldozer zerstören die Dörfer, die über den antiken Gräbern gebaut worden sind: ein grosses archäologisches und touristisches Projekt ist im Gange. Der poetische und musikalische Weckruf ist beinahe verstummt, die Sprache liegt nun in der Musik und in den Bildern. Sie laden ein, sich Zeit zu nehmen um zuzuhören und zuzuschauen, um tausend und eine überraschende Geschichten zu hören: rätselhafte, lustige, prachtvolle Geschichten, Geschichten, die tragisch sind und einen in das sichtbare Chaos des Lebens und des Todes verwickeln. Die grossartigen Bilder von Kameramann Pio Corradi lassen sich unkommentiert entdecken, sind rein in ihrer Kraft und ihrer Empfindsamkeit. Und es ist die Musik des Trios Afrogarage, welche die Stimme des Poeten verkörpert, das lyrische Mitschwingen, ironisch und zitternd, zwischen Gesang und Geschrei. Der Musiker und Filmemacher Jacques Siron wird in seinen Filmessay einstimmen und danach zum Publikumsgespräch im Orient anwesend sein.

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