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Chronique d une disparition war 4 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im April 2008.

Chronique d une disparition

Elia Suleiman, Palästina, 1996
88 Min.

Elia Suleiman beschreibt als Filmemacher E.S., der nach Israel kommt, um einen Film zu realisieren, eine Reise auf der Suche nach einer Identität als Palästinenser. Er ist dabei Erzähler genauso wie Zuschauer, innen ebenso wie aussen. Die Grenzen von Realität und Fiktion sind fliessend. «Chronik eines Verschwindens» ist eine persönliche Meditation über die seelischen Auswirkungen der politischen Instabilität, Gegenwart und Erinnerung, Konsternation und erleichternde Ironie. «Wie die meisten der Personen im Film spiele auch ich meine eigene Geschichte», sagt Elia Suleiman. «Einige der Szenen sind improvisiert, um so nah wie möglich an die Realität der Figuren heranzukommen.» Seine Figur E. S. bewege sich in einem sozialpolitischen Labyrinth. Auch die Personen dieses schwebend leichten Films in einer gravitätisch schweren Situation wandern durch diesen Irrgarten in dem Bemühen, aus ihrer ghettoisierten Existenz auszubrechen, um endlich ganz einfach bei sich selber sein zu können. «Chronik eines Verschwindens» ist ein Film von Geschichten über Geschichten, von Medien über Medien, erzählt von Geschichtenerzählenden, die unter sich über sich erzählen. Und es ist der Film eines Bildermenschen, der Gefühle und Stimmungen in Bilder umsetzen und in Bildern verdichten kann.

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