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Barnabò delle montagne

Mario Brenta, Italien, 1994
124 Min.

Ein Gedicht von Bergfilm hat der Italiener Mario Brenta nach dem Roman von Dino Buzzati komponiert: Der Mensch als Ton im Klang der Natur. Gedreht wurde die Sage um Einsamkeiten, einfache Momente des Lebens und die Grenzen des Heldentums in den Dolomiten. Brenta vertraut beim Filmen immer darauf, dass es etwas "Unerwartetes zu entdecken" gebe - ein schönes Leitmotiv auch für den "Barnabò", der in sich ruht wie ein stiller, klarer Bergsee. Die Kargheit der wenigen Dialoge entspricht nicht nur der berglerischen Schweigsamkeit, sie ist auch Brentas Erzählstil. Der Kameramann Vincenzo Marano und der (Schweizer) Tonmeister Laurent Barbey haben die einzigartige Partitur aus Elementen der Natur festgehalten: Das Regenprasseln, Blätterrauschen, Nebelauflösen, Vogelkrächzen, Donnergrollen, Felsrutschen, Schneerieseln, Menschenatmen - und immer wieder diese Bergflanken, diese unermesslichen Höhen, in denen der Mensch jener stumme Statist bleibt, der er ist.

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