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Nuovo Cinema Paradiso war 5 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Juni 2013.

Nuovo Cinema Paradiso

Giuseppe Tornatore, Italien, 1989
122 Min.

Der Traum vom Kino und davon, dass es ewig leben möge. Kino, das war nicht nur im izilianischen Giancaldo einmal ein Saal voll emotional entflammter Leute, die mitlebten, mitliebten, mitlitten, mitbangten, wenn vorne ihre Stars von Emotionen bewegt Emotionen bewegten. Zum Kino gehörten die stillende Mutter, das liebende Paar, der saufende Papa, gehörten die grölenden Kinder, die heimlich eine Zigarette rauchten und dem chronischen Schnarcher immer wieder mit neuen Mitteln den Schnauf nahmen. Kino bedeutete auch etwas Übersinnliches, wenn etwa während der Projektion von «Scarface» bei einem Schuss auf der Leinwand ein Mann im Saal getroffen zusammenbrach oder wenn sich hinten der Löwenmund, aus dem das Projektorenlicht strahlte, zu bewegen schien. Kino gehörte zum Leben, lag an der Nahtstelle zum Traum. Und heute? «Auch wenn die Kinosäle mit Dynamit zerstört werden», meinte Giuseppe Tornatore damals bei der Präsentation seines Filmes, «die Filme werden nie sterben.» Der Italiener machte mit seiner filmischen Liebeserklärung klar, dass er an den Film glaubt und dass er weiss, wo eine seiner grossen Stärken lag und immer noch liegt: In der Emotion, den bewegten Gefühlen. Und deshalb schmust sich Tornatore in «Nuovo Cinema Paradiso» durch die ganze Filmgeschichte – schöner hätte er dem Film seine Liebe nicht nicht erklären können.

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