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Si pensava di restare un po war 1 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Februar 2005.

Si pensava di restare un po

Francesca Cangemi & Daniel von Aarburg, Schweiz, 2003
72 Min.

Eigentlich wollten sie nicht lange bleiben, trotzdem leben alle heute immer noch in der Schweiz: EmigrantInnen der ersten Generation aus ganz Italien. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs sind sie aus verschiedensten Gründen in die Schweiz ausgewandert. Sie stammen aus unterschiedlichen sozialen Milieus, arbeiten als Schuhmacher, Portier, Fabrikarbeiterin, Lehrerin, Koch, Coiffeur, Haushälterin, Missionar, Serviertochter oder CEO. Ihre Geschichten sind ähnlich und doch ganz verschieden: Sie erzählen davon, dass man die geliebte Heimat des Geldes, der Liebe, der Karriere wegen verlassen musste und in der unwirtlichen Fremde, wo man mehr geduldet als akzeptiert war, das harte Brot der frühen Jahre ass. Sie erzählen aber auch davon, dass die Zeit und vor allem Kinder und Enkelkinder die Wunden des Heimatverlusts allmählich verheilen liessen und die Integration dieser ersten Generation italienischer Emigrantinnen und Emigranten doch noch möglich machten. Francesca Cangemi, selbst Seconda sizilianischer Abstammung, und ihr Mann, der Filmemacher Daniel von Aarburg, haben sich von fünf italienischen Ehepaaren und sechs Einzelpersonen aus Graubünden ihre Lebensgeschichte erzählen lassen. An einem Wochenende wurde mit den ausgewählten Zeitzeugen je ein einstündiges Interview auf Video aufgezeichnet. Zum Gesprächstermin mussten zwanzig Fotos eigener Wahl mitgebracht werden. Gezeigt wird «Si pensava di restare poco» mit der Möglichkeit zum anschliessenden Mittagessen in der Trattoria Santa Lucia, wos ein Menü alla nonna gibt. Um 14.30 h besteht sodann die Möglichkeit, an einer Führung durch die Ausstellung teilzunehmen. Reservationen bis 19.2.: Tel. 056 221 62 82.

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