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Travelling with Che war 4 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im November 2004.

Travelling with Che

Gianni Minà, Italien, 2004
110 Min.

Dieser Film ist mehr als der Dokumentarfilm zum Kinofilm, er wird von vielen als der wahre Film über die Reise des jungen Che durch Lateinamerika betrachtet. 1952 unternahm der damals 23-jährige Medizinstudent Ernesto Guevara mit seinem Freund, dem 29 Jahre alten Biologen Alberto Granado, eine Reise durch den südamerikanischen Kontinent. In sechs Monaten kreuzten die beiden quer durch Argentinien, Chile, Peru, Kolumbien und Venezuela. Zuerst auf einer altersschwachen 500er Norton, dann per Anhalter lernten sie die Nöte der Landbewohnenden aus erster Hand kennen. Seine Erinnerungen hielt Che Guevara damals in einem Tagebuch fest, wobei es eine klischeebediendene Kinoromatisierung war, dass er nicht schon lange um das Unrecht gewusst hätte, die Walter Sales in seinem Spielfilm pflegte. Gianni Minà stellte für den Filmemacher den Kontakt zur Familie Guevara und zu Alberto Granado her. Für den inzwischen 81-jährigen Alberto Granado wurden die Dreharbeiten zu «Diarios de Motocicleta» zu einer bewegenden Reise in die eigene Vergangenheit, die Gianni Minà in einem eigenen Film festhielt. Es entstand ein Roadmovie auf den Spuren eines Mannes, der sich an seine Jugend erinnert, an eine Freundschaft und an eine Reise, die vor 50 Jahren zum prägenden Erlebnis für ihn wurde. Szenen aus Santiago, Valparaiso, der Atacama-Wüste, Cuzco, Iquitos und den Chuquicamata-Minen, wo sich zwei Minenarbeiter an Che und seinen Freund noch erinnern können, führen an die zentralen Orte der Reise von 1952 zurück.

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