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La Nuit Americaine war 2 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Juni 2004.

La Nuit Americaine

François Truffaut, Frankreich, 1973
115 Min.

Er gehört zu den schönsten und einfühlsamsten Filmen über das Filmemachen, die Passion Kino und darüber, wie das Leben zwischen Film und Realität fliesst. François Truffaut hat für seine «Amerikanische Nacht» einen Oscar gewonnen. Wir zeigen den Film als Reprise und im Zusammenhang mit einem Abend der Volkshochschule zum Thema Kino. Truffaut selber spielt den Filmregisseur Ferrand, der bei Dreharbeiten mit immer neuen Problemen konfrontiert wird: Von simplen technischen Pannen und unfähigen Schauspielern über Liebesprobleme der Crew, nicht den Regeln folgende Tiere bis hin zum Unfalltod eines Hauptdarstellers. Doch es gelingt ihm, alle Probleme zu bewältigen. Ferrand dreht in den Studios von Nizza seinen neuen Film «Meine Frau Pamela», ein kitschiges Melodram über die tragische Liebesgeschichte des jungen Alphonse und seiner Ehefrau Pamela, die mit ihrem Schwiegervater durchbrennt. Jeden Tag gibt es während der Dreharbeiten neue technischeZwischenfälle, organisatorische Schwierigkeiten und menschliche Verwicklungen. Der Liebeskummer und die Launen einer kapriziösen Schauspielerin belasten die Dreharbeiten ebenso wie der tödliche Unfall eines der Hauptdarsteller. Aber immer wieder gelingt es dem Regisseur und seiner Assistentin mit viel Geduld, eine Lösung für die vielen Komplikationen zu finden und den Film schliesslich erfolgreich fertig zu stellen.

Bekannt als Filmkritiker und Mitbegründer der Nouvelle Vague schuf François Truffaut hier einen Film, der zeigt, wie das Filmemachen funktioniert, welche heiteren und schwierigen Momente sich dabei ergeben und wie das Kino Illusionen erzeugt. Der Titel selbst spielt bereits auf das Sujet an: «Die amerikanische Nacht» ist die Bezeichnung für ein technisches Verfahren, bei dem sich mittels eines Filters die Tagesaufnahmen in Nachtszenen verwandeln, «Day for Night». Truffaut zeichnet das Bild eines Regisseurs, der sich wie eine Mutter um seine Stars kümmert, wie ein Psychologe mit ihren Problemen beschäftigt, jedoch am Drehort hart arbeitet und seine Kreativität umzusetzen versucht. Die Schauspieler erscheinen wie liebesbedürftige Kinder, die zwischen Film und realem Leben kaum zu unterscheiden wissen und die ihre Gefühle leichter in der fiktiven Welt darstellen als diese in der Realität ausleben können.

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