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Fantoche Special Camping, Campong war 1 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Mai 2004.

Fantoche Special Camping, Campong

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75 Min.

Was tut ein biennales Festival wie das Badener Animationsfilmfest Fantoche im ereignislosen Zwischenjahr, das wir gegenwärtig verbringen müssen? Es packt seine acht eigens fürs Luzerner Comic-Festival Fumetto 2004 ausgesuchten Kurztrickfilme und biwakiert kurz in einem seiner Stammkinos, dem Orient. «Camping» bildet für die Filmauswahl das Stichwort; allerdings ohne das Thema des diesjährigen Comics-Wettbewerbs allzu wörtlich zu nehmen. Vielmehr fordert «Camping, Campong» das themengebende Freizeitvergnügen zu einer Freistil-Partie heraus. Unter den acht anregenden, äusserst sehenswerten filmischen Eskapaden wird man deshalb vergeblich nach animierten Anleitungen zum Zeltbau oder sonstigen Pfadfindereien suchen. Vielmehr pfeifen diese Filme auf Campingplatzregeln und machen um jede Lagerfeuerromantik einen weiten Bogen. Am liebsten sind sie auf eigene Faust unterwegs, entdecken gar seltsame Rastplätze, erzählen vom Kommen und Gehen. Gröberer Unfug nicht ausgeschlossen.

6 Weeks in June Regie: Stuart Hilton, GB 1998 Dauer: 6m, ohne Dialog 11000 Meilen durch die USA in einem Wagen mit einer Rock-, n-Roll-Band, einem Bleistift, A6Papier.

Travel to China Regie: Gil Alkabetz, DE 2002 Dauer: 2m42, ohne Dialog Ein Mann zieht in die Ferne ohne das Bild zu verlassen.

The Hill Farm Regie: Mark Baker, GB 1988 Dauer: 17m40, ohne Dialog Drei Tage auf dem Land, an denen sich Bauern, Camper und ein Jäger zunehmend in die Quere kommen.

Flying Nansen Regie: Igor Kovalev, US 2000 Dauer: 11m, ohne Dialog Seltsame Dinge gehen draussen vor sich. Der Polarforscher Nansen legt sich im Schnee auf die Lauer.

Un jour Regie: Marie Paccou, FR 1997 Dauer: 4m20, F/d Ein Mann hat sich bei ihr einquartiert. Eine Frau berichtet von einem ungebetenen Gast auf Zeit.

Micro loup Regie: Richard McGuire, FR 2003 Dauer: 7m, ohne Dialog Der kleinste Wolf der Welt gerät ausser Kontrolle. Auch der Tierbändiger ist nicht vor ihm sicher.

Home Road Movie Regie: Robert Bradbrook, GB 2001 Dauer: 11m37, E/d Bittersüsser Abgesang auf Mobilität, Familiensinn und einen Peugeot 404.

Flux Regie: Christopher Hinton, CA 2002 Dauer: 7m40 ohne Dialog Das Leben ist ein ständiges Kommen und Gehen. Die Binsenwahrheit drastisch veranschaulicht.

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