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Jiri Menzel - To Make a Comedy is no Fun war 2 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Oktober 2016.

Jiri Menzel - To Make a Comedy is no Fun

Robert Kolinsky, Schweiz, 2016
80 Min.

Jiri Menzels Passion ist das Theater, seine Karriere beim Film ist eher zufällig passiert. Trotzdem hat der 77-jährige Tscheche einen Oscar in der Tasche und kann unter anderem Milos Forman, Ken Loach, Emir Kusturica und Julia Jentsch zu seinen Fans und Freunden zählen. Istvan Szabo bezeichnet sich sogar als den grössten Menzel Fan. Im Film «To Make a Comedy is no Fun» erzählt der bekannte Pianist Robert Kolinsky erstmals die Geschichte dieses aussergewöhnlichen Filmemachers, Theaterregisseurs und Menschen. Wir zeigen das vergnügliche Porträt und lassen in den Wochen danach drei wunderbare Komödien von Jiri Menzel in restaurierten Fassungen noch einmal aufblühen. Den Anfang macht der legendäre Spielfilm «Scharf beobachtete Züge». Die Geschichte spielt in einer winzigen, verträumten Bahnstation irgendwo in Böhmen in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Gemeinsam mit dem Stationsvorsteher, der Kaninchen und Tauben züchtet, und dem Fahrdienstleiter, der nichts als Frauen im Sinn hat, versieht hier der Hrma als Bahnamtsanwärter seinen recht gemütlichen Dienst. Hrma ist noch sehr unbeholfen und schüchtern. Jede Frau bringt ihn in grosse Verlegenheit. Als der Junge von der Schaffnerin Máša zu einem Onkel mitgenommen wird und mit ihr dort gemeinsam die Nacht verbringen soll, versagt er völlig. Ein Schäferstündchen mit einer Widerstandskämpferin stärkt so sehr sein Selbstbewusstsein, dass er einen deutschen Munitionszug in die Luft sprengt und dabei das Leben lassen muss. In dieser Komödie war der Prager Frühling spürbar.

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