© Kino Orient  


Dersu Uzala war 6 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im September 2014.

Dersu Uzala

Akira Kurosawa, Japan/UDSSR, 1973
139 Min.

Episches Kino der schönsten Art, eine Ode an die Natur und ans Leben in Verbundenheit mit ihr, gedreht von Akira Kurosawa, dem Altmeister des japanischen Films, in der Wildnis der russischen Taiga. Im Jahre 1902 begibt sich der russische Forscher Arsenjew auf eine Expedition in das unwegsame Ussuri-Gebiet. Er soll noch unerschlossene Gebiete der Taiga kartografisch erschliessen. Auf dem mühevollen Weg durch die dichten Wälder begegnet er dem alten Nomaden Dersu Uzala, der sich ihnen als Führer anschliesst. Mehr als einmal rettet er die Gruppe vor dem sicheren Tod. Jahre später, als Uzala blind zu werden droht, bittet ihn Arsenjew in sein grossbürgerliches Haus. Sehnsüchtig sitzt der Mann aus der Wildnis vor dem im Ofen gebändigten Feuer. Der Nomade glaubt, ersticken zu müssen, und er zieht sich wieder in die Taiga zurück. Eine Parabel über das Zusammentreffen zweier Kulturen, die sich im Grunde fremd bleiben. Eigentlicher Held des Films ist die Natur, die in eindringlichen, fast mythischen Bildern beschworen wird. Wie Dersu Uzala war auch Akira Kurosawa ein Unangepasster, ein letzter Vertreter einer sterbenden, alten Idealen verhafteten gesellschaftlichen Gruppe. «Man hat vergessen, dass der Mensch ein Teil der Natur ist und dass man sie habgierig schändet. Deshalb versuche ich einen Menschen zu zeigen, der mit der Natur in Einklang lebt», sagte Kurosawa seinerzeit über die Intention seines grossartigen Filmes.

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