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Zen for Nothing war 5 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Juni 2016.

Zen for Nothing

Werner Pezell, Japan/CH/D, 2016
100 Min.

Versteckt in den bewaldeten Bergen an der Westküste Japans liegt das kleine Zen Kloster Antaiji. Eine junge Frau bricht auf, um von Herbst bis Frühjahr einzutauchen in das Abenteuer klösterlichen Lebens. Die junge Frau ist Sabine Timoteo aus Bern. Der Abt des Klosters ist Muho Nölke, geboren in Berlin. Ein Zusammenspiel der Philosophie des japanischen Zen- Meisters Kodo Sawaki mit den Überraschungen des Alltags. Die Haltung der Zazen-Sitzmeditation ist wahrlich nichts für Anfänger: Der rechte Fuss liegt auf dem linken Oberschenkel, die Wirbelsäule ist dabei senkrecht, die Augen sind nur einen kleinen Spalt geöffnet. Im Zen-Kloster Antaji gehört die Übung allerdings zum täglichen Ablauf und ist bald auch Alltag für Sabine Timoteo. Die Schweizerin wagte den Schritt ins Kloster, um dort ein halbes Jahr lang zu leben und zu lernen, begleitet von der Kamera Werner Penzels. Antaji ist anders als die meisten anderen Zen-Klöster Japans: Die Einrichtung ist für Männer und Frauen gleichermassen offen, zudem gibt es Wlan und Abt Muho Nölke kommt ursprünglich aus Berlin. Nölke und Zen-Meister Kodo Sawaki nehmen die Novizin Timoteo unter ihre Fittiche und bringen ihr das japanische Klosterleben näher, zu dem es auch gehört, Reis und Gemüse anzubauen, um sich selbst zu versorgen.

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